
Einige Fehlstellungen korrigieren Sie in meiner Behandlung selbst mit einfachen Übungen, die ich Ihnen zeige. Diese Übungen sollten Sie nach der Behandlung eine zeitlang täglich wiederholen. Es kann also sein, dass ich Ihnen kleine Hausaufgaben aufgebe. Mit ihnen haben Sie es selbst in der Hand, wie schnell sich Ihre Muskeln nach einer Korrektur an die neue – ungewohnte, aber richtige – Position anpassen.
Weil korrigierte Wirbel und Gelenke in der ersten Zeit noch etwas unstabil sitzen, beachten Sie bitte in diesem Zusammenhang meine Hinweise auf der Seite „Nach der Behandlung“.
Häufig heißt es ja, der Rückenschmerz entsteht, weil die Muskeln durch einen Fehlstand der Wirbel überfordert sind. Also müsse man seine Muskeln aufbauen, damit sie kräftig genug sind, den Fehlstand schmerzfrei zu halten. Allein, damit ist die Ursache – der Fehlstand – nicht beseitigt. Im Gegenteil.
Sie manifestieren ihn. Stellen Sie sich vor, wie durch einen verrutschten Wirbel die Muskulatur auf der einen Seite gestaucht und auf der anderen Seite gedehnt wird. Genau diese Situation kräftigen Sie durch ein Muskelaufbautraining. Das heißt, Sie stärken und manifestieren den Fehlstand. Die Fehlstellungen können minimal sein und trotzdem muss die Muskulatur weiterhin enorme Kraft aufbringen, um die Wirbelsäule zu stützen. Bei einer gerichteten Wirbelsäule ist gegen ein Muskeltraining nichts einzuwenden.